YOU MOM YOU

Da sass ich. Ameo bei mir auf dem Schoss. In der einen Hand Brei haltend, in der anderen eben Amore Ameo. Im Gesicht ein stetes Lächeln, obwohl es mir in dieser Ecke zu eng und zu laut war. Wir waren an einem Fest. Und wir mit Kiddos mit dabei. So ziemlich als einzige mit Kiddos.

Bisschen verloren versuchte ich die Breiverköstigung zielgerichtet versus Ameo's Mund und mit der nötigen Grazie und Bravour zu verabreichen. Wobei mein Rock zum Latz verkam - easy. Man kann Alles (glaub mir wirklich fast Alles, solange der Durchmesser der Waschmaschine mitmacht, waschen). Ich lächelte weiter.

Irgendwann hörte ich es: «Das sind aber nicht alles deine? Hö, Hö, Hö». Ja, da freut sich das Mami-Herz. «Aber klar doch.» kam es aus meinem Mund, das noch hurti das Brei-Geschmier vom Arm abschleckte. 

Ein Fest mehr oder weniger mit karriereorientierten Menschen in meinem Alter brachte den folgenden Blog-Post zusammen. Nichts will ich werten. Aber dir die nachfolgenden Vor- und Nachteile aufzeigen, die so ein fast kinderloses Fest ussert üs hervorbringen.

Let's go...

+ Du wirst sowas von bewundert
-  Du wirst sowas von bemitleidet - «Oh, drü Gielä!»
+ So schön haben junge Leute wie ihr einfach überhaupt noch Kinder
-  So jung sind wir gar nicht mehr
+ Ach, ihr seid so eine tolle Familie
-  Alle scheinen die Kinderplanung zu kennen «u iz no es Meitschi gäu, hö, hö, hö»
+ Mit drei Kiddos im Schlepptau wird Mäni ausgefragt was er beruflich macht
-  Ich nicht
+ Mäni wird für seinen Daddytag gelobt
-  Ich für meine Figur
+ Oh, die sind aber lieb eure Kiddos
- «Es ist so wichtig Grenzen und Konsequenzen zu zeigen» (mit kinderlosen Menschen über Erziehung zu sprechen schnürrt mir die Kehle zu)
+ Ich trank nahezu keinen Alkohol
-  Ich bekam gar keinen angeboten #diestilltehno
+ So ein leckeres Buffet
-  Kam erst zu Hause zum essen
+ Die Kiddos können dort im Zimmer spielen
-  Bist du sicher?
+ Sagt wirklich was ihr braucht
-  Nein Mäni, lass uns wirklich erst zu Hause wickeln #youknowwhatimean

Huff, was soll ich sagen. Ich fühlte mich bisschen wie in den 50er Jahren, obwohl es da kein Motto gab. So holten wir uns auf dem Nachhause Weg ganz modern beim Chinesen paar Frühlingsrollen to go.

Zuhause stellte ich dann fest, dass ich wohl die ganze Zeit mit diesem Riesenflecken auf meinem verkommenen Latz am A*** rumlief von der Trinkflasche, die Ilay im Auto ausleerte. So entsprach ich dann doch noch bizeli dem urklassischen M U T T E R bild ;), huch.

Versteh mich bitte nicht falsch. Ich liebe solche Situationen, weil ich sie zerdenke bis mir die Ohren wackeln #wenndeinhobbydasgrübelnist. Und ich kann darüber Schmunzeln, weil benannte Situationen unser ganzes Leben begleiten und irgendwie doch einfach normal sind. Weil es diese Lebensmomente sind, in denen wir voll drin stecken und meinen, wenn nicht alle in derselben und exakt gleichen Situation sind, man nicht zusammen unterwegs sein könne. 

Ja, es beginnt bereits von Anfang an. Vom Baby zum Kleinkiddo und Kleinkiddos wollen lieber mit ihren Gspänli Zeit verbringen, vom Kind zum Kindeskind (Teenager ;) - die per se lieber unter sich sind, vom Landkind zum Stadtlandkind oder umgekehrt und irgendwann glauben wir erwachsen zu sein und alles zu verstehen und verstehen es doch nicht. Chchch. 

Und das müssen wir auch nicht. Weil das Leben voller Gegensätze und Paradoxen ist. Weil es schlussendlich kein Richtig und Falsch gibt. Weil jede und jeder lebt und tut was gefällt und das ist alles was zählt #okkönntemanjetztauchwiederzerdenken.

So verging es eine ganze Schwangerschaft bis ich die Bilder unter about neu shootete (Aktualisierung folgt ;). Weil ich auf den perfekten Moment wartete. Der perfekte Moment ist aber nie. Er ist wie du ihn machst.

Und ich habe das perfekt unperfekte Bild gefunden (honestly: jaaa, ich habe versucht das perfekte Bild beim Durchscrollen zu finden, eines wo brav artig alle smilen und möglichst in dieselbe Richtung schauen #wieüberbewertet) but hei, genau dieses hier, zeigt wie wir sind: wild, frei und einfach the baumis-like.

Ich danke Stadtlandkind fürs ermöglichen dieses Posts. Die Outfits (ausser jenes von Mäni) sind von den Brands Kukukid (Ameo, Ilay) Tinycottons (Lou) und Noé & Zoé (mein Rock - das Oberteil ist ein Urgestein aus meinem Stock), die du im Online Shop findest.

Und für Alle, die Freude an tollen Brands haben, lieber aber swappen statt kaufen, empfehle ich die Online Börse KIDIS.CH. Dort kannst du gebrauchte, gut erhaltene Kindermode von Labels, die bei Stadtlandkind erhältlich sind, kostenlos einschicken und verkaufen. Den Erlös kannst du in Form von Stadtlandkind-Gutscheinen für den Erwerb von neuer, fair produziertet Kindermode einsetzen, falls das Herz dann doch mal was neues begehrt.

So, das war wieder mal lang für heute - ist ja Sonntag ;) - und ich wünsche dir und deinen Liebsten von Herzen:


HAPPPY SUNDAY!

 

SHOP LOU'S LOOK
Hoody: Tinycottons
Tanktop: Kukukid
Shorts: Tinycottons
High Socks: Tinycottons

 

SHOP ILAY'S LOOK
Sweater: Kukukid
Pants: Kukukid
Beach Bag: Tinycottons

 

SHOP AMEO'S LOOK
Shirt: Kukukid
Pants: Kukukid (noch in rosa zu haben)
Socks: Happy Socks

 



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